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Nach der Trennung: Ist weniger tatsächlich mehr?

Nach der Trennung: Ist weniger tatsächlich mehr?

28.06.2018. 17:42
(Kommentare: 2)

Ich bin ein großer Bücher-Fan und gebe zu: Ich habe in meinem Leben bisher noch nie Bücher weggeworfen. Denn das macht man einfach nicht, finde ich. Bücher sind Kulturgüter. Ich habe meine alten immer verschenkt, verkauft oder in einer Pappkiste an die Straßenecke gestellt. Aber nach einer Trennung ist eben alles anders. In dem Kellerraum meiner Wohnung haben sich Bücherkartons gestapelt, in meiner Wohnung stehen auch schon genug. Ich musste wohl oder übel einsehen, dass ich auf zwei Zimmern einfach nicht alle unterkriege und habe – für meine Verhältnisse – rigoros aussortiert und alle Exemplare die ich wohl nicht mehr lese, ins Altpapier verfrachtet. Obwohl manche noch ungelesen waren. Sachbücher, Romane, alte Schulbücher: ab in den Container.

Weg mit dem alten Zeug

Bloggerin Christine Finke von mama-arbeitet.de hat vor einiger Zeit übrigens dasselbe gemacht, wie ihr hier lesen könnt.  

Ja, ich hätte die ganzen Bücher umständlich verschenken oder verkaufen können, aber das hätte wieder Zeit und Ressourcen gekostet. Ich wollte einfach Platz schaffen. Leicht fiel mir das nicht. Trotzdem war es gleichzeitig befreiend. Endlich sind die nervigen Kisten im Keller weg.

Ausmisten gehört zur Trennung

Für mich war dieser Wegwerf-Moment ziemlich bewegend. Nicht der alten Bücher wegen, sondern vielmehr, weil mir diese Aktion wieder einmal gezeigt hat, wie anders mein Leben jetzt ist. Ich habe nicht mehr den Platz und die Ressourcen, um alles was mir irgendwie lieb ist, aufzubewahren. Das ist einerseits schade. Andererseits aber auch gut, weil es mich zwingt zum Sortieren und Aussortieren. Nicht nur meiner Bücher, sondern auch meiner Gedanken und meines ganzen Lebens. Was ist mir wirklich wichtig? Was und wen bringe ich in meinem neuen Leben unter? Von welchem Ballast will ich mich schon lange befreien?

Wie hier schon einmal beschrieben, empfinde ich es so, dass ich durch die Trennung einerseits mehr Zeit habe. An den Abenden und Wochenenden, an denen mein Kind nicht bei mir ist. Andererseits habe ich gleichzeitig weniger Zeit, weil ich heute vieles alleine mache, was wir früher zu zweit erledigt haben und, dementsprechend jetzt doppelt so lange dauert.

Früher 5 Zimmer, heute 2

An manchen Tagen wenn ich in meiner Wohnung sitze, denke ich zurück an das schöne Haus, in dem ich früher mit meinem Kind gelebt habe. Vor allem jetzt im Sommer. Auf einer Terrasse im Garten zu sitzen ist einfach etwas Tolles. Und wenn das Kind draußen spielen kann, ist es das auch.

Man zahlt eben immer einen Preis im Leben, auch für die Trennung. Und zwar auch dann, wenn sie die richtige Entscheidung war. Trennung bedeutet der Verlust von so vielem. Und oft schmerzt das. Das darf es auch. In solchen Momenten versuche ich dann, den Blick auf das Positive zu richten. Auf die neuen Menschen, Dinge und Möglichkeiten, die seitdem in mein Leben getreten sind. Ich habe jetzt weniger von vielem, aber gleichzeitig auch mehr von so einigem. Weniger Platz, weniger Bücher, keinen Garten mehr. An manchen Tagen keine gemeinsame Zeit mehr mit meinem Kind. Das ist für mich der schwierigste Punkt. Dafür aber mehr Selbstverantwortung, Eigenständigkeit und die Freiheit, das zu tun, was mir wirklich wichtig ist.

Minimalismus ist eine gute Sache, nicht nur nach der Trennung. Mal sehen, was ich in den nächsten Tagen sonst noch alles wegwerfen kann.

 

Bild: Uschi Dreiucker/pixelio.de

 

 

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Kommentar von Melanie Kleinhaus |

Hey Christina,
Du sprichst mir in so vielen Dingen aus der Seele. Eine Trennung verändert Dein Leben komplett - Du wirst von der Ehefrau zur "Geschiedenen" oder zur Exfrau von ..., Du wirst zur Alleinerziehenden und musst Dich plötzlich mit Dingen befassen, die sonst "Männersache" waren: Versicherungen, Rasen mähen, Auto waschen - nahezu täglich wurde mir damals bewusst, wie sehr ich mich auf meinen Mann verlassen hatte. Aber genau das hat mir beim Umdenken geholfen... Ich habe das gesamte Haus einen Tag nach seinem Auszug von allen Altlasten befreit und mit Frauendeko versorgt, ich habe den Rasenmäher in Gang gesetzt und es sah gar nicht schlecht aus, ich habe mein Leben neu sortiert und die neue Freiheit und Unabhängigkeit zu schätzen gelernt. Als ich dann vor zwei Jahren mein Haus und meine Heimat für meine neue Liebe verlassen habe, habe ich jedes einzelne Teil meiner Einrichtung, meiner Erinnerungen etc. in der Hand gehabt und das Ausmisten echt genossen. Lediglich die Trennung vom Hochzeitskleid fällt mir nach wie vor schwer.
Aber der Umzug war richtig und für meine Kinder und mich war und ist dieser Mann unser persönlicher Lottogewinn. Wir sind angekommen und danken dem Schicksal für all die Niederschläge - denn durch sie wurden wir zu den Menschen, die wir heute sind.
Christina, mach weiter so und schau nach vorne - alles hat einen Sinn im Leben. Bin immer für Dich da!!!

Antwort von Christina Rinkl

Liebe Melanie,

vielen Dank für deinen bewegenden Kommentar.

Deine Worte berühren mich und ich freue mich sehr für euch, dass ihr mit deiner neuen Liebe und eurem "persönlichen Lottogewinn"  heute so glücklich seid.

Du triffst es genau, wenn du schreibst, dass man sein Leben nach der Trennung neu sortieren muss: Ausmisten, aufräumen, neue Aufgaben übernehmen. Aber man kann daran wachsen und sich dadurch weiterentwickeln. Auch wenn es nicht jeden Tag einfach ist.

Danke für diesen kleinen persönliche Einblick in deine Geschichte. Haltet eure Liebe fest.

Fühl dich gedrückt,
Christina

 

 

 

Kommentar von Sarah |

Liebe Christina,

ich finde deine Schilderung der ambivalenten Gefühle angesichts deines (momentan) minimalistischeren Lebensstils berührend. Ich kann gut nachvollziehen, dass es Überwindung kostet, sich von alten Büchern - und Vorstellungen - zu trennen. Vor allem auch nicht gleich den Versuch zu unternehmen, Neues anzusammeln, bzw. das Verlorene zu ersetzen. Danke für deine einfühlsame Beschreibung!

Liebe Grüße,
Sarah

Antwort von Christina Rinkl

Danke Sarah für deinen Kommentar.

Schön, dass dich mein Text berührt hat.

Dein Blogpost zum Thema ist auch mal wieder sehr treffend, hier kommt der Link für alle, die mitlesen wollen: https://mutter-und-sohn.blog/2018/07/06/berlin-minimalismus-und-ich/ 

Liebe Grüße,

Christina

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