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Mein erstes Weihnachten ohne Kind

Mein erstes Weihnachten ohne Kind

23.12.2018. 13:26
(Kommentare: 1)

„Heiligabend ohne meine Kinder? Das ginge bei mir nicht. Das könnte ich nicht“, hat mir vorgestern eine Freundin noch gesagt. Ich verstehe sie gut. Doch bei vielen von uns Getrennten ist das leider Realität. Eine Sache, mit der wir klar kommen müssen.  Irgendwie.

Bei mir war es letztes Jahr so. Es war das erste Weihnachtsfest nach der Trennung. Mein Sohn (damals 5 Jahre) ist schon am 20.12. mit seinem Vater zu dessen Familie gefahren, weit weg von zu Hause. Erst sechs Tage später, am zweiten Weihnachtsfeiertag, habe ich meinen Sohn wiedergesehen.   

Das Fest der Feste: diesmal ohne Kind

Ja, so war das. Und das Schwierigste daran fand ich, dass den ganzen Advent über ständig im Kopf zu haben. Zu wissen: Dieses Jahr feierst du Heiligabend zum ersten Mal nicht mit deinem Kind. Als er dann am 20. abgeholt wurde, war es für mich tatsächlich hart. Mein Sohn und ich hatten uns zusammen eine sehr schöne Adventszeit gemacht: Plätzchen gebacken, den Weihnachtsmarkt besucht und Papiersterne gebastelt. Diese Zeit mit ihm habe ich besonders genossen, gerade auch in dem Wissen, dass wir das Fest der Feste dieses Jahr nicht gemeinsam feiern können.

Die Kirche: randvoll mit Familien

Und dann kam Heiligabend. Rückblickend war es tatsächlich sehr netter Abend, den ich bei meinem Vater und seiner Frau verbracht habe. Eine gute Freundin von mir war an diesem Abend auch dabei, was ebenfalls sehr schön war. Zuerst waren wir in der Kirche, das gehört für mich an diesem Tag dazu. Und erwartungsgemäß war das einer der schönsten, aber auch schwierigsten Momente des Abends. Natürlich war das Gotteshaus randvoll mit Familien und Kindern. Und genau in unserer Bank, direkt neben mir, saß ein Junge, der ungefähr so alt war, wie mein Sohn. Als hätte der liebe Gott das extra so eingefädelt. Die Messe war schön und stimmungsvoll, wie immer an Heiligabend, mit Krippenspiel und allem was dazu gehört. Vor allem die Lieder waren berührend und ich war froh, in diesen Momenten meine Familie an meiner Seite zu haben.

Danach gab es ein sehr leckeres Essen, schöne Weihnachtsmusik und Geschenke für uns alle. Die Stimmung war gut, wir vier haben uns wirklich einen sehr schönen Abend gemacht. So schön es eben geht, wenn das eigene Kind viele Kilometer weit weg ist.

Und auch der nächste Tag war schön. Nach einem leckeren Frühstück habe ich mit meiner Freundin meine Mutter und ihren Mann besucht. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn mein Sohn auch dabei gewesen wäre. Aber meine Familie und ich haben das Beste daraus gemacht. Auch wenn es in manchen Momenten nicht einfach war.

Unser ganz besonderer Weihnachtsmoment

Und dann kam der 26.12. Morgens kam mein Sohn zu mir und die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten riesig. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Wie so oft an Weihnachten im Rheinland war es  viel zu mild für Dezember und nach dem Mittagessen haben wir einen Spiel-Bauernhof bei uns in der Nähe besucht. Dort gibt es draußen verschiedene Trampoline und mein Fünfjähriger und ich sind fast eine Stunde lang gemeinsam darauf rumgehüpft. Es war wunderschön und wir hatten so viel Spaß. Es hat sich fast wie im Sommer angefühlt, so leicht und ausgelassen. Für mich war es das absolute Weihnachtsglück.

Dieses Jahr ist mein Sohn an Weihnachten bei mir und ich weiß diese Tage sehr zu schätzen. Wir werden es uns gemütlich und entspannt machen, mit ein bisschen Besuch und leckerem Essen natürlich. Und wenn es nach mir geht, werden wir mindestens einmal zu „Merry Christmas everyone“ von Shakin Stevens durch die Wohnung tanzen.

Nicht nur Heiligabend zählt

Welcher Gedanke mir im letzten Jahr geholfen hat: Es sind nicht nur die Weihnachtstage, die zählen. Natürlich sind diese Tage schön und wichtig und wenn man sie mit seinem Kind verbringen kann, ist es wunderschön. Aber wenn das eben nicht geht, hilft es zu versuchen, das Beste daraus zu machen. Du kannst dir mit deinem Kind auch zwischen den Jahren eine wunderbare Zeit machen. Oder an Silvester. Oder an einem ganz normalen Dienstag im neuen Jahr.

Heiligabend ist wundervoll, aber es ist nicht der einzige Tag für eine gute gemeinsame Zeit. Wie schreibt es Bloggerin Anna so schön: „Ich glaube ganz fest daran, dass wir gerade zu Weihnachten lieber in Beziehungen investieren sollten als in Dinge. Denn davon haben wir eh schon genug.“

Die Beziehungen zu den Menschen die wir lieben, darum geht es. Und die können wir auch dann gestalten, wenn wir dieses Jahr nicht mit unserer Tochter oder unserem Sohn unter dem Baum sitzen können. Auch wenn uns vielleicht nichts lieber wünschen als das.

Gestalte einen ganz besonderen Weihnachtsmoment mit deinem Kind, der nicht an Weihnachten sein muss. So wie bei mir und meinem Sohn letztes Jahr auf dem Trampolin. „Die Heiligen Drei Könige kamen schließlich auch erst am 6. Januar“, las ich vor ein paar Tagen in einem Artikel, in dem es um das Weihnachtsfest für getrennte Eltern ging. Heiligabend ist nicht der einzige mögliche Zeitpunkt dafür.

 

Frohe Weihnachten.

Wo, wie und mit wem auch immer du dieses Jahr feierst.

Christina

 

Foto: Thommy Weiss/pixelio.de

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Kommentar von Sarah |

Oh, Christina,

ich lese gerade deinen Artikel und bin ganz berührt. Danke, dass du deine Erfahrungen hier teilst. Ich kann mir gut vorstellen, dass unter den still Mitlesenden die eine oder der andere ist, die sich hier wiedererkennen und vielleicht auch getröstet fühlen!

Ich habe mein letztes Weihnachten auch ohne meinen kleinen Sohn verbracht und es war, ehrlich gesagt, nicht sehr schön. Dieses Jahr ist er bei mir. Aber vielleicht finden wir für die Zukunft eine Lösung, dass wir beiden Elternteile nicht so lange auf ihn verzichten müssen - und er auf uns. Frieden - auch zwischen Menschen - lässt sich nicht erzwingen, aber dafür beten und sich dafür öffnen kann man ja schon. Ich bin fest überzeugt, dass sich dann oft viel bewegt, ohne dass man im eigentlichen Sinn viel „tut“.

Herzlich schöne Weihnachtstage dir, deinem Sohn - und auch deinem Ex-Mann, der ja dann dieses Jahr Weihnachten ohne sein Kind verbringt.

Liebe Grüße, Sarah

Antwort von Christina Rinkl

Danke dir Sarah.

Wie schön, dass wir beide dieses Jahr mit unseren Söhnen feiern konnten. Das was für die meisten Mütter selbstverständlich ist, ist für uns und viele andere in ähnlicher Situation tatsächlich etwas Besonderes.

Schön, wenn man die Zeit dann auch so richtig genießen kann.

Bei uns war Weihnachten wunderbar dieses Jahr.

Herzliche Grüße,

Christina

 

 

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