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Beiträge mit ausgesuchter Kategorie

16. Nov 2018 / von Christina Rinkl

Alleinerziehend – und fremd in Deutschland. Wie fühlt sich das an? Diese Woche war ich auf einer interessanten Fachtagung der Alleinerziehendenpastoral vom Erzbistum Köln. Das Thema: „Kultureller Vielfalt neugierig und achtsam begegnen“. Es ging um die Belastungen von Alleinerziehenden mit Migrationshintergrund und um spannende kulturelle Unterschiede in der Erziehung. Bei den Vorträgen habe ich einiges gelernt. Zum Beispiel, dass afrikanische Mütter mit ihren Babys ganz anders umgehen als wir. Und dass wir andere nie fragen sollten: „Wo kommst du denn eigentlich her?“

28. Okt 2018 / von Christina Rinkl

Wenn sich ein Paar trennt, stellt das nicht nur das Leben der Eltern und Kinder auf den Kopf, sondern oft auch das der betroffenen Großeltern. Sie machen sich Sorgen um ihr Kind – und natürlich um ihre Enkel. Die Alleinerziehendenpastoral des Erzbistums Köln bietet jedes Jahr ein Seminar an mit dem Titel: „Ich bleib doch Oma und Opa! Großeltern sein nach der Trennung der Kinder.“   Omas und Opas können ihren Kindern und Enkeln tatsächlich helfen – indem sie wertschätzen statt verurteilen.

20. Sep 2018 / von Christina Rinkl

Viele Alleinerziehende kümmern sich 24 Stunden am Tag um ihre Kinder. Allein. Weil da kein Partner ist, der ihnen hilft oder sie unterstützt. Wie unglaublich hart das ist, kann sich wahrscheinlich niemand vorstellen, der das nicht selbst erlebt hat. Bei mir ist es anders. Ich sehe mein Kind momentan in manchen Wochen von Mittwochabend bis Montagnachmittag nicht. Weil es dann bei seinem Vater ist. Auch das ist hart. Das starke Vermissen, die große Sehnsucht, die laute Stille und Leere im Kinderzimmer. Es verlangt mir eine ganz andere Art von Muttersein ab. Eine Elternschaft in Teilzeit.

06. Sep 2018 / von Christina Rinkl

Vor einigen Tagen habe ich mit meinem Sohn ein Geschenk gekauft. Ein Geburtstagsgeschenk für seinen Vater. Mein Sohn hat es ausgesucht, verziert und eingepackt. Diese Geste mag manchen banal erscheinen. Mir ist sie wichtig. Weil mein Kind spüren soll, dass es beide Eltern liebhaben darf.

20. Aug 2018 / von Christina Rinkl

Papa schenkt zum Schulstart das Lego-Piratenschiff, Mama nur die neuen Bügelperlen und Schulhefte. Dafür backt Mama die größere Kindergeburtstagstorte, aber Papa kauft an Weihnachten den riesigen Monstertruck. Getrennte Eltern versuchen sich oft gegenseitig zu überbieten in materiellen Geschenken an ihre Kinder. Ich bin ehrlich: Ich halte mich aus dieser Schlacht raus. Weil ich aus eigener Kindheitserfahrung weiß, dass sich Scheidungskinder eigentlich etwas ganz anderes wünschen.

16. Aug 2018 / von Christina Rinkl

Wenn man getrennt ist, fühlen sich Feiern, auf die man eingeladen ist, plötzlich anders an. Ich erinnere mich noch gut an diesen 40. Geburtstag im letzten Sommer. Die erste Party, die ich als Neu-Single besucht habe. Für mich hat sich das damals angefühlt wie eine echte Mutprobe, denn ich wusste: Auf dieser großen Gartenparty werden hauptsächlich glückliche Familien anwesend sein. Eine entfernte Bekannte hatte gefeiert, ich kannte nur einen Bruchteil ihrer Freunde. Trotzdem war es mir damals wichtig, dort hinzugehen. Allein. Ohne Kind, denn das war an diesem Tag bei seinem Vater. Rückblickend war es ein guter Abend. Einfach war es trotzdem nicht.

09. Aug 2018 / von Christina Rinkl

Am 30. August wird mein Sohn eingeschult. Nicht nur er, sondern auch viele Kinder meiner Freundinnen und Bekannten. Fast alle werden die OGS besuchen, die offene Ganztagsbetreuung am Nachmittag. Aber wie läuft das eigentlich mit den Kosten für die OGS, wenn die Eltern getrennt sind? Meine Freundin Petra B. lebt im Rhein-Sieg-Kreis und hat sich bei ihrer Stadt beschwert. Weil sie die Berechnung der OGS-Kosten in ihrer Situation als ungerecht empfand. Gemeinsam mit ihrem Ex-Partner betreut sie ihren Sohn im Wechselmodell. Und: Sie hat Recht bekommen. Die Satzung der Stadt wurde auf ihre Anregung hin geändert. Hier kommt ihr ausführlicher Bericht:

28. Jun 2018 / von Christina Rinkl

Minimalismus ist ja seit langem groß in Mode. Reduziertes Design ist Trend genau so wie die Besinnung auf das Wesentliche, weniger Dinge und Schnickschnack, mehr Freiheit und Klarheit. Ich finde: Wer sich trennt, wird automatisch zum Minimalisten: Weniger Dinge. Meist weniger Platz und weniger Geld. Dafür mehr Besinnung auf die Frage: Was ist mir wirklich wichtig? Was will ich von meinem Leben? Ich bin vor etwa einem Jahr aus einem hübschen Einfamilienhaus in eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung gezogen. An den meisten Tagen habe ich damit kein Problem, aber manchmal trifft es mich dennoch. So auch vergangene Woche: Da habe ich etwa 60 Bücher in den Altpapier-Container geschmissen. Weil ich nicht mehr genug Platz für sie habe.

15. Jun 2018 / von Christina Rinkl

Ich mag Listen. Sie sortieren mein Leben. Diese 10 Dinge hier sind für mich typisch für das Leben als Getrennt-Erziehende - zumindest in den ersten Monaten nach der Trennung.

1. Du kaufst viel zu viele Lebensmittel ein. Zumindest in der ersten Zeit. Aber jetzt reicht eine Salatgurke für eine ganze Woche und ein Paket Müsli für einen ganzen Monat.

2. Du wachst in der Nacht auf und denkst, dein Kind hätte nach dir gerufen. Dann fällt dir ein, dass es ja diese Nacht gar nicht bei dir schläft, sondern beim Ex-Partner. In dem Moment wünscht du dir, es wäre hier und hätte tatsächlich nach dir gerufen.  

24. Mai 2018 / von Christina Rinkl

Es gibt ein Buch, das meinem Sohn die Zeit nach der Trennung erleichtert hat. Es heißt „Wir sind immer für dich da“ und er wollte es damals, in den ersten Monaten in unserer neuen Wohnung, immer wieder lesen. Dieses Kinderbuch ist nicht das einzige, das die Trennung der Eltern thematisiert.

16. Mai 2018 / von Christina Rinkl

Vor drei Tagen war Muttertag. Und für mich war es dieses Jahr ein besonderer. Der erste nämlich, den ich ohne mein Kind verbracht habe.

Bei uns war nämlich „Papa-Wochenende“ und mein Sohn war mit meinem Ex-Mann bei seiner Familie, viele Kilometer von hier weg.

Ehrlich gesagt: Schön ist anders.

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